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Laufende Projekte


Innovative Lern- und Kommunikationskonzepte zur Unternehmensnachfolge in Berlin (LUKU)

Neue Medien bestimmen zunehmend das Alltagsleben. Immer mehr Menschen verwenden sowohl privat als auch beruflich diese sich rasant weiterentwickelnden Instrumente: Internet statt Zeitung, Fernsehen statt Buch und wikipedia statt Lexikon.

Diese Situation soll für das sensible und komplexe Thema Unternehmensnachfolge genutzt werden. Primär geht es um die Entwicklung innovativer Kommunikationsmedien zur Erschließung neuer Zielgruppen als Nachfolgeinteressenten, ergänzend steht die Wissensvermittlung in KMU im Fokus des Projektes.

Im Rahmen des Projektes sollen in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) und der design akademie berlin – Hochschule für Kommunikation und Design (dab) sowie mehreren regionalen (KMU-)Partnern innovative und inhaltlich anspruchsvolle Medien (Kurzfilme, Comics, Blogs, E-Books, Apps…) zum Thema Unternehmensnachfolge konzipiert, entwickelt und über verschiedene Kanäle veröffentlicht werden. Der Begriff „Medien“ ist dabei weit zu fassen und soll Raum geben für die kreative Gestaltung mit allen aktuell zur Verfügung stehenden Techniken.

Über die als Partner beteiligte Berliner Initiative Unternehmensnachfolge der Berliner Sparkasse, der Berliner Volksbank, der Berliner Bank sowie der IHK und der HWK Berlin (BIU) werden neben den direkt projektbeteiligten KMU mittelbar auch alle Berliner Betriebe von der Initiative profitieren.

 

Ziel des Projektes sind Erkenntnisse darüber, ob

  • durch Online-Medien und virales Marketing potenzielle Nachfolger/innen angesprochen werden können, die mit klassischen Kommunikationsinstrumenten nicht erreicht werden und damit mehr Nachfolgen realisiert werden können.
  • mit innovativen Instrumenten KMU besser als bisher für eine Unternehmensnachfolge sensibilisiert werden und damit "erfolgreichere" Nachfolgen umgesetzt werden können.
  • diese Instrumente sich in wirtschaftlich interessante Businessmodelle für KMU aus der Medien- und Beratungsbranche umsetzen lassen.

 

 

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Zukunftsstudie: Ist das klassische Familienunternehmen ein Auslaufmodell?

Wertewandel und der Einfluss gesellschaftlicher Entwicklungen auf Unternehmensnachfolge im Jahr 2030.

 

Wie Studien zeigen, werden bis ins Jahr 2014 in Berlin und Brandenburg bis zu 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen, weil insbesondere kleine und mittlere Unternehmen keine entsprechenden Nachfolger finden und sie somit liquidiert werden müssen. Mögliche Gründe reichen von ungenügender Nachfolgeplanung bis hin zu einem Wandel im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld. Gerade die gesellschaftlichen Einflussfaktoren sind für dieses Themenfeld bisher jedoch noch wenig erforscht. So stellt sich beispielsweise die Frage, ob Familienunternehmen aufgrund des demografischen Wandels in Kombination mit dem anhaltenden Trend zur Individualisierung von Lebensläufen zunehmend zum Auslaufmodell werden, weil die wenigen Kinder der aktuellen Unternehmergeneration sich bei einer Vielzahl von Optionen immer seltener für eine Nachfolge im familieneigenen Unternehmen entscheiden.

 

Ziel dieser Zukunftsstudie ist es, einen Ausblick in das Jahr 2030 zu wagen, mögliche Veränderungen in der Unternehmenslandschaft und wirtschaftlichen Strukturen zu identifizieren, sowie die Wertestruktur der gegenwärtigen und potenziell zukünftigen Unternehmergeneration zu evaluieren. Die Ergebnisse sollen in einem Szenarioprozess aufbereitet werden, der mögliche Entwicklungstendenzen für die Unternehmensnachfolge in Berlin 2030 skizziert. Kernfragen sind dabei:

  • Wie sieht die Unternehmenslandschaft in Berlin 2030 aus?
  • Ist bei der Nachfolgegeneration eine mit den Werten der aktuellen Unternehmergeneration kompatible Wertestruktur erkennbar?
  • Inwieweit bekundet die Nachfolgegeneration Interesse an Unternehmensnachfolge und wie stellt sie sich diese im Speziellen vor?

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Studie als Grundlage zur Erarbeitung von integrierten Kommunikationskonzepten zur Unternehmensnachfolge im Rahmen des LUKU-Projekts (Innovative Lern- und Kommunikationskonzepte in der Unternehmensnachfolge) dienen.

 

Projektteam aus dem Masterstudiengang Zukunftsforschung der Freien Universität Berlin:

Kai Gondlach: Kai Gondlach hat Soziologie und Politik & Verwaltung an der Universität Potsdam studiert und dabei einen Fokus auf Fragen des Wertewandels gelegt. Im Masterstudiengang Zukunftsforschung legt er seine Schwerpunkte auf die Themenfelder Gesellschaft und Wirtschaft. Er arbeitet neben dem Studium im Bereich strategische Kommunikation in Berlin.

Kontakt: k.gondlach@fu-berlin.de

 

Mira Schirrmeister: Nach dem Studium der Politikwissenschaften am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin hat Mira Schirrmeister als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Wirtschafts- und Finanzpolitik im Bundestag gearbeitet. Im Masterstudiengang Zukunftsforschung beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit politikwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen.

Kontakt: mira.schirrmeister@fu-berlin.de

 

Mischa Stähli: An der Universität Zürich hat Mischa Stähli Soziologie und Medienwissenschaften mit Fokus auf empirische Erhebungen, Datenauswertung und Kommunikationssoziologie studiert. Im Masterstudiengang Zukunftsforschung erweitert er seine Methodenkenntnisse und legt den Schwerpunkt auf gesellschaftliche und technische Entwicklungsprozesse.

Kontakt: mstaehli@zedat.fu-berlin.de

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Evaluation der Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für das Zusammenführen von Übergebern und Nachfolgern

Zusammen mit der Rambøll Management Consulting GmbH und Prof. Dr. Wallau von der Fachhochschule der Wirtschaft Paderborn/Bielefeld hat Prof. Dr. Felden vom EMF-Institut der HWR-Berlin eine Projektausschreibung des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zur Evaluation der Unternehmensnachfolgebörse ‘nexxt-change‘ gewonnen.

Siehe: www.nexxt-change.org

 

Zwar nutzen viele Unternehmer bevorzugt das persönliche Netzwerk für eine Nachfolgesuche, verfügen aber oft nicht über Netzwerke, Kapazitäten und Wissen, um den Weg zur Unternehmensnachfolge professionell zu gestalten. An diesem Punkt setzen Internetinitiativen an, die Unternehmen zu den verschiedenen Phasen des Übergabeprozesses Informationen und teilweise auch Kontaktdaten von Beratern zur Verfügung stellen. Den Kern dieser Initiativen stellen oftmals online betriebenen Unternehmensnachfolgebörsen dar.

 

Die Börse „nexxt-change“ wurde von der KfW Bankengruppe in Zusammenarbeit mit dem BMWi eingerichtet. Die Nutzung der nexxt-change Unternehmensbörse sowie die Inseratseinstellung sind kostenfrei und richten sich sowohl an Übernahmeinteressierte als auch an potentielle Übergeber.  Die Börse wird durch ca. 800 Regionalpartner bundesweit gespeist. Für die Übergabetransaktion eines Unternehmens mit der Börse wurde ein Prozess mit sieben Schritten definiert, in denen die Regionalpartner eine wichtige Rolle bei der Plausibilierung und Qualitätssicherung der Angebote und Nachfragen einnehmen sollen.

 

Bei dem Großteil der in nexxt-change eingestellten Inserate handelt es sich heute um Verkaufsangebote. Seit der Gründung im Jahr 2006 liegt die Zahl der angebotenen Unternehmen relativ konstant bei ungefähr 6.500, während die Anzahl der Gesuche relativ stabil bei ungefähr 3.000 liegt. Seit 2009 liegt die Zahl der Vermittlungen relativ konstant bei ungefähr 1.050 pro Jahr. Die Anzahl der erfolgreichen Vermittlungen unterscheidet sich zunächst stark nach Regionen. Während hohe Vermittlungszahlen in bevölkerungsstarken alten Bundesländern erreicht werden, ist die Vermittlungszahl in den neuen Bundesländern geringer. Bei den erfolgreichen Vermittlungen sind Friseure, Gastronomie und weitere Dienstleistungen sowie Einzelhandel und Handwerk am häufigsten vertreten.

 

Ziel der Evaluierung von „nexxt change“ ist es zunächst, die Zusammenarbeit mit den Regionalpartnern und weiteren Gründungsmultiplikatoren zu beleuchten und zu bewerten sowie die Nutzerfreundlichkeit des Internetangebots und die Ansprache von Zielgruppen zu untersuchen. Im Rahmen einer Wirkungsanalyse werden Effekte der Börse für das Zusammenbringen von Übergebern und Unternehmensnachfolgern ermittelt. Daraus sollen abschließend Handlungsempfehlung zur Optimierung von „nexxt-change“ formuliert werden.

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Datenbank „Deutsche Weltmarktführer“

Die Gruppe der mittelständischen Unternehmen, die auf ihren Märkten Weltmarktführer sind, wurde in dem Buch von H. Simon, „Die heimlichen Gewinner“ (Hidden Champions) zuerst beschrieben. Dieser Firmentyp fällt durch die klassischen Raster der Managementforschung: auf der einen Seite steht dort die große Gruppe der überwiegend national tätigen kleinen und mittleren Unternehmen im Mittelpunkt (KMU-Forschung); auf der anderen Seite beschäftigt man sich mit großen multinationalen, börsennotierten Konzernen. Das Forschungsprojekt soll diese Lücke schließen.

 

Basis der Arbeit ist eine umfassende eigenerstellte Datenbank mit ca. 1500 deutschen Unternehmen, davon ca. 1400 mittelständischen Unternehmen, die in ihren Marktsegmenten weltweit eine führende Position einnehmen. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden erfolgsbestimmende Faktoren in den beiden Bereichen „Managementmodell“ und „institutionelle Rahmenbedingungen“ in Form von großzahligen empirischen Analysen und Fallstudien untersucht.

 

Weitere Informationen unter:

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Gründungsmotivation und -erfolg hoch qualifizierter Frauen

Der Forschungsschwerpunkt in diesem empirischen Forschungsprojekt liegt auf im volkswirtschaftlichen Sinne erfolgreichen Gründerinnen. Ressourcentheoretische Ansätze legen nahe, dass diese Gründungen häufiger aus der abhängigen Beschäftigung heraus erfolgen und die Gründerinnen einschlägige Branchen- und Führungserfahrung mitbringen, daher erfolgreicher sind als Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Die volkswirtschaftliche Bedeutung ergibt sich aus schnellerer Expansion, Schaffung von Arbeitsplätzen und höherer Überlebenswahrscheinlichkeit. Ziel des Projektes ist es, Faktoren zu analysieren, die Frauen in abhängiger Erwerbstätigkeit zur Gründung bewegen und Maßnahmen zu entwickeln, mittels derer die Gründungsneigung hoch qualifizierter, abhängig beschäftigter Frauen erhöht und unterstützt werden kann. In diesem ersten Erhebungsschritt werden besonders erfolgreiche Frauenunternehmen identifiziert und deren Gründungsmotivation und -erfahrungen mit qualitativen Interviews erhoben. In einem zweiten Schritt werden multivariate Datenanalysen auf Grundlage des SOEP (Sozioökonomisches Panel) durchgeführt, um die qualitativen Befunde zu prüfen und zu erhärten.

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Innovationswiderstände für KMU

Bei der Marktdurchsetzung von Innovationen werden KMU mit anderen Problemen konfrontiert, als sie sich z.B. für etablierte Großunternehmen stellen. Es werden wesentliche Innovationswiderstände aus der Literatur anhand von Fallstudien daraufhin überprüft, in welchem Maß sie für kleinere Unternehmen von Bedeutung sind und welche ggf. zusätzlichen Widerstände für KMU bei der Innovationsdurchsetzung zu berücksichtigen sind.

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Transferprozesse aus der Hochschule in KMU verbessern

Mit dem Projekt soll die Kommunikation zwischen der HWR Berlin und Berliner KMU intensiviert werden und gezielt Wissenstransfer ermöglicht werden.

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