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Laufende Projekte


Potenzialanalyse von Migrant/innen zur Lösung der Nachfolgerlücke im Mittelstand (MINA)

Mittelständisches Unternehmertum ist die Basis und Zukunft der deutschen Volkswirtschaft. Daher stehen Übernehmer und Übernehmerinnen mittelständischer Betriebe seit längerem im Fokus des wirtschaftspolitischen Interesses. Doch jährlich suchen rund 70.000 Unternehmen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin und immer weniger Kinder treten die Nachfolge im elterlichen Betrieb an (IfM Bonn 2008).

 

Auch mit Blick auf die erwartete demographische Entwicklung ist das "Verhältnis Mittelstand und Migranten" ein wirtschaftspolitisch interessantes Forschungsthema. Migrantinnen und Migranten könnten durchaus ein zusätzliches Potenzial insbesondere für die Unternehmensnachfolge darstellen. Dies insbesondere, weil Studien gezeigt haben, dass Bürger/innen mit Migrationshintergrund ein ausgeprägtes Gründerverhalten zeigen: Die Gruppe der Migranten macht zwar nur neun Prozent der Bevölkerung, aber elf Prozent aller Gründer aus (KfW 2007).

 

Gründungsinteressierte mit Migrationshintergrund stellen jedoch ein noch weitgehend unerschlossenes Potenzial für die Nachfolge dar. Mittelständische Unternehmen haben dieses Potenzial noch nicht hinreichend für sich entdeckt. Das gilt insbesondere unter dem Aspekt der zunehmenden Globalisierung bislang regional tätiger Familienunternehmen. Aber auch Personen mit Migrationshintergrund entdecken den Mittelstand und die damit verbundenen Möglichkeiten nur zögerlich. Existenzgründungen in Form einer Unternehmensübernahme werden von Migrant/innen nur vereinzelt angestrebt und sind typischer Weise keine gängige Alternative zur Neugründung, sondern Ausbund individueller Gelegenheiten.

 

Insbesondere in der Region Berlin/Brandenburg mit ihrem besonders hohen Anteil an Migrant/innen ist der Anwendungsbezug des Projekts offensichtlich und die Verwertbarkeit der Ergebnisse besonders bedeutsam. Über die Aktivitäten vor allem der Praxispartner sollen die Projektergebnisse nachhaltig zur Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region beitragen.

 

Forschungsaktivitäten zum - auch wirtschaftpolitischen wichtigen - Thema „Migrant/innen und Nachfolge“ gibt es (noch) nicht. Es handelt sich hier um ein innovatives Projekt mit einerseits großer wissenschaftlicher Bedeutung und andererseits hoher politischer und sozialer Wirksamkeit. Die Ergebnisse des Projekts werden in der Region aber auch bundesweit und international daher auf ein hohes Veröffentlichungsinteresse stoßen.

 

Dieses Projekt wird in enger Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt.

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Datenbank „Deutsche Weltmarktführer“

Die Gruppe der mittelständischen Unternehmen, die auf ihren Märkten Weltmarktführer sind, wurde in dem Buch von H. Simon, „Die heimlichen Gewinner“ (Hidden Champions) zuerst beschrieben. Dieser Firmentyp fällt durch die klassischen Raster der Managementforschung: auf der einen Seite steht dort die große Gruppe der überwiegend national tätigen kleinen und mittleren Unternehmen im Mittelpunkt (KMU-Forschung); auf der anderen Seite beschäftigt man sich mit großen multinationalen, börsennotierten Konzernen. Das Forschungsprojekt soll diese Lücke schließen.

 

Basis der Arbeit ist eine umfassende eigenerstellte Datenbank mit ca. 1500 deutschen Unternehmen, davon ca. 1400 mittelständischen Unternehmen, die in ihren Marktsegmenten weltweit eine führende Position einnehmen. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden erfolgsbestimmende Faktoren in den beiden Bereichen „Managementmodell“ und „institutionelle Rahmenbedingungen“ in Form von großzahligen empirischen Analysen und Fallstudien untersucht.

 

Weitere Informationen unter:

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Gründungsmotivation und -erfolg hoch qualifizierter Frauen

Der Forschungsschwerpunkt in diesem empirischen Forschungsprojekt liegt auf im volkswirtschaftlichen Sinne erfolgreichen Gründerinnen. Ressourcentheoretische Ansätze legen nahe, dass diese Gründungen häufiger aus der abhängigen Beschäftigung heraus erfolgen und die Gründerinnen einschlägige Branchen- und Führungserfahrung mitbringen, daher erfolgreicher sind als Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. Die volkswirtschaftliche Bedeutung ergibt sich aus schnellerer Expansion, Schaffung von Arbeitsplätzen und höherer Überlebenswahrscheinlichkeit. Ziel des Projektes ist es, Faktoren zu analysieren, die Frauen in abhängiger Erwerbstätigkeit zur Gründung bewegen und Maßnahmen zu entwickeln, mittels derer die Gründungsneigung hoch qualifizierter, abhängig beschäftigter Frauen erhöht und unterstützt werden kann. In diesem ersten Erhebungsschritt werden besonders erfolgreiche Frauenunternehmen identifiziert und deren Gründungsmotivation und -erfahrungen mit qualitativen Interviews erhoben. In einem zweiten Schritt werden multivariate Datenanalysen auf Grundlage des SOEP (Sozioökonomisches Panel) durchgeführt, um die qualitativen Befunde zu prüfen und zu erhärten.

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Innovationswiderstände für KMU

Bei der Marktdurchsetzung von Innovationen werden KMU mit anderen Problemen konfrontiert, als sie sich z.B. für etablierte Großunternehmen stellen. Es werden wesentliche Innovationswiderstände aus der Literatur anhand von Fallstudien daraufhin überprüft, in welchem Maß sie für kleinere Unternehmen von Bedeutung sind und welche ggf. zusätzlichen Widerstände für KMU bei der Innovationsdurchsetzung zu berücksichtigen sind.

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Transferprozesse aus der Hochschule in KMU verbessern

Mit dem Projekt soll die Kommunikation zwischen der HWR Berlin und Berliner KMU intensiviert werden und gezielt Wissenstransfer ermöglicht werden.

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